ART Düsseldorf Leichtathletik

Philipp Kronsteiner wurde österreichischer Staatsmeister im Dreisprung mit 16,37 Meter - Jaron Boateng springt sieben Meter weit

Viele Wettkampf-Möglichkeiten gab es für die ART-Top-Leichtathleten am vergangenen Wochenende in Dortmund, Wien und Wattenscheid. Auch eine Mehrkampf-Veranstaltung auf der „kleinen Kampfbahn im Arena-Sportpark“ wurde vom ART für den Gastgeber ASC mit organisiert. Diese sollte ursprünglich im Rather Waldstadion stattfinden, musste aber wegen Sperrung für Fußballtraining einer Euro-League-Mannschaft aus Rath „ins alte Rheinstadion“ verlegt werden.

Im Blickpunkt stand am Samstag bei den österreichischen Staatsmeisterschaften in Wien der 23-jährige Philipp Kronsteiner. Der aus Linz stammende Oberösterreicher trainiert seit dem vergangenen Herbst bei Ralf Jaros beim ART in Düsseldorf und gewann wieder den „Staatsmeister-Titel“, diesmal mit 16,37 Meter. Schon vor drei Wochen war er oberösterreichischer Meister mit 16,13 Metern geworden. Sieger des Wettkampfes in Wien war der Schützling von ART-Trainer Ralf Jaros allerdings nicht, denn als Gast - natürlich ohne Meisterschaftswertung - sprang auch der Olympiasieger Christian Taylor (USA) als besondere Attraktion mit. Taylor zeigte dann mit 17,13 Metern auch Philipp „wie man auch über 17 Meter kommt.“

Ab kommenden Samstag geht es im bayerischen Vaterstetten um die Deutsche Meistertitel im Mehrkampf, worüber das ZDF eine umfangreiche Sendung angekündigt hat. Dort möchte Annkathrin Hoven zu gerne ihren DM-Meistertitel im Siebenkampf aus dem Vorjahr verteidigen. So stand in Dortmund am vergangenen Samstag für sie und ihre Teamkolleginnen Lea Dreilich sowie Jule Domat die Generalprobe an. Die gelang Annkathrin Hoven nur zum Teil, nämlich beim 100-Meter-Finale der Frauen, in dem sie bei unangenehmen Regen und Gegenwind von 0,5 Meter/Sekunden hinter Jessie Maduka (12,06 Sekunden/Vorlauf: 11,97 Sekunden) als Sechste in 12,17 Sekunden (Vorlauf: 12,13) ins Ziel kam. Beim Hürdenlauf lief sie extrem vorsichtig in 16,70 Sekunden über den Zielstrich, den Lea Dreilich erst gar nicht erreichte. Sie stürzte an der siebten Hürde. Jule Domat erreichte sogar als Gesamt-Vierte in 15,28 Sekunden neue Bestzeit. Dass sich Lea Dreilich zum Glück nicht zu ernsthaft (Schürfungen und Prellungen) bei ihrem spektakulären Sturz verletzt hatte, zeigte sie dann beim Weitsprung, bei dem dann gute 5,61 Meter für sie zu Buche standen. Jule Domat sprang 5,55 Meter weit.

Den „Knaller des Tages“ bot in Dortmund schon mittags Jaron Boateng mit einem weiten Satz beim Weitsprung von 7,00 Meter. Eine Weite, die der U 18-EM-Vierte seit zwei Jahren nicht mehr wegen Verletzung geschafft hatte. Ein weiterer Sprung ging noch auf 6,92 Meter. Und ob er dabei jeweils den Absprungbalken getroffen hatte, war im Livestream bei sportdeutschland.tv leider nicht genau zu sehen. Aber Jaron ist nach langer Leidenszeit wieder „im Geschäft“, was ihn besonders freut.

Bernward Franke