ART Düsseldorf Leichtathletik

Gold für Annkathrin Hoven (ART) und Silber für die Angermunderin Frederike Schütte gab es bei den Deutschen Jugend-Mehrkampf-Meisterschhaften im Ulmer Donau-Stadion im Siebenkampf der U 20.

Zwei Tag lang hatten die beiden Athletinnen um jeden Punkt gekämpft und dabei zu Begin alles andere als einen guten Start gehabt. Annkathrin ging nämlich der Hürdenlauf (16,10 Sekunden) schief, derweil Frederike Schütte in 15,47 Sekunden lief. Hoven war 20., Schütte 16. Beim Hochsprung rückten Hoven (1,62 m) auf den elften Platz und Schütte (1,59 m) auf den achten Platz vor. Der Abstand zu den Medaillen betrug da nur noch 60 Punkte. Den holten beide mit 10,91 m (Schütte) und 10,31 m (Hoven) beim Kugelstoßen weiter auf. Mit 24,81 Sekunden im 200-Meter-Lauf schaffte es Annkathrin Hoven schon auf den Bronzeplatz, Frederike Schütte mit 25,88 Sekunden auf Rang fünf.
Am Sonntag Mittag ging die Aufholjagd weiter: Annkathrin Hoven (5,70 m bei Gegenwind von 1,2 m/Sek.) gewann vor Frederike Schütte (5,63 m/-2,7 m/Sek.) beim Weitsprung. In der Gesamtwertung war das für Hoven der Silber-Platz und für Schütte Rang vier. Kurios war das Ergebnis nach dem Speerwerfen, bei dem Frederike Schütte mit einem Wurf von 35,66 Meter die Spitze im Siebenkampf übernahm, derweil Hoven mit 31,98 Meter Punkte liegen ließ und auf den dritten Rang zurückrutschte.
ART-Trainer Ralf Jaros sagte da zu Annkathrin Hoven vor dem 800-Meter-Lauf: „Jetzt holst du den Meistertitel.“ Annkathrin legte nach 300 Metern (49 Sekunden) richtig los und enteilte dem Feld um vier Sekunden. „Es war ein Sieg der Willenskraft“, kommentierte ihr Vater Thomas Hoven den starken 800-Meter-Lauf seiner Tochter in 2:17,52 Minuten, mit dem sie tatsächlich Gold an sich riss, derweil Frederike Schütte in Bestzeit von 2:27,21 Sekunden sich überraschend Silber sicherte.
In Ulm gelang der 16-jährigen Lea Dreilich (ART) im Siebenkampf der U 18 mit 4812 Punkten eine neue persönliche Bestleistung, was aber in dem diesmal enorm stark besetzten Wettkampf unter den besten 50 deutschen Nachwuchs-Siebenkämpferinnen nur zum 18. Rang reichte.