ART Düsseldorf Leichtathletik
Djamila Böhm belegte mit ihrer zweit-schnellsten Zeit von 56,58 Sekunden Rang vier bei der DM im 400-Meter-Hürdenlauf (Foto:ZDF-Stream)

Wie schon bei der Jugend-DM in der Vorwoche in Ulm blieben die ART-Leichtathleten auch bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin ohne Medaille. Djamila Böhm (ART) erreichte mit Rang vier im 400-Meter-Hürden-Lauf noch das beste Ergebnis.

Noch an der vorletzten Hürde war sie „voll im Geschäft“ um eine Medaille, doch dann enteilte die Sindelfingenerin Carolina Krafzik in 55,64 Sekunden (WM-Norm), und Djamila Böhm musste sogar mit Rang vier zufrieden sein: Jackie Baumann (Tübingen/56,26 Sek.) und die Kölner Vorjahrsmeisterin Christine Salterberg (56,57) „quetschten sich“ kurz vor dem Ziel noch an ihr vorbei. Trotz Saisonbestzeit von 56,58 Sekunden war Djamila Böhm mit dem vierten Rang nicht zufrieden, obwohl sie ihre persönliche Bestzeit nur um 0,04 Sekunden verpasste. Im Halbfinale hatte sie nämlich am Samstag in 57,77 Sekunden noch die stärkste Vorstellung geboten. Ihr Trainer Sven Timmermann sagte: „Für uns hat alles gepasst. Rythmus und Tempo waren gut, und hinten hat Djamila auch gut durchgezogen. Da muss man vor den anderen den Hut ziehen.“ So schnell wie am Sonntag in Berlin war seit neun Jahren bei den Deutschen Meisterschaften kein 400-Meter-Hürdenlauf der Frauen mehr gewesen. Vor zwei Jahren hatte Djamila Böhm in 56,92 Sekunden den DM-Titel gewonnen.

Auch aus der von Jessie Maduka (ART) erhofften Bronzemedaille wie im Vorjahr wurde diesmal nichts. Sie trat nicht wirklich fit in Berlin an. Die mehrmonatige Trainingspause wegen einer sehr schweren Fußverletzung im vergangenen Dezember ließen nur 12,97 Meter im letzten Versuch zu. Sie belegte diesmal Rang sechs. Ihr Trainer Ralf Jaros dazu: „Jessie hat ihr Bestes gegeben. Natürlich hat sie sich den Verlauf des Wettkampfes anders vorgestellt. Leider hat sich gezeigt, dass Ihre Verletzung weitreichendere Spuren hinterlassen hat als zuvor befürchtet.“
Gleich 25 Läuferinnen standen an der Startlinie des 5000-Meter-Laufes, der vor 27 000 begeisterten Zuschauern mit dem neuen Deutschen Rekord der 22-jährigen Leverkusenerin Konstanze Klosterhalfen (14:26,76 Minuten) endete, und ein Höhepunkt der DM war. Dass die 25-jährige ART-Langstrecklerin Svenja Ojstersek in diesem Rennen mit ihrer bisher zweitbesten Zeit von 16:30,29 Minuten den achten Rang belegte und sich gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze steigern konnte, verdient höchste Beachtung. Denn sie war schon ihre Bestzeit (16:26,94 Minuten) Mitte April in Azusa bei Los Angeles im Rahmen der sehr strapaziösen US-College-Saison (NCAA) gelaufen. Sie rannte am Samstag lange in der Verfolgergruppe. „Diese Gruppe war etwas zu schnell. Mental habe ich gemerkt, dass es nach so vielen Rennen schwer ist, nochmal 110 Prozent zu geben,“ sagte Svenja Ojstersek, die nun ihre verdiente Saisonpause einlegen will und mit dem achten Rang aber zufrieden ist.