ART Düsseldorf Leichtathletik

 

Zwei Tage lang wollen Deutschlands beste Leichtathleten bei ihren Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion den Glanz der EM im Vorjahr zurückholen. Vom ART sind mit Djamila Böhm (400 m Hürden), Jessie Maduka (Dreisprung) und Svenja Ojstersek (5000 Meter) dabei.

Und man hofft auf Medaillen: Auf diese hat Djamila Böhm die besten Aussichten, liegt sie doch in der Meldeliste hinter der Tübingerin Jackie Baumann (56,42 Sekunden, Meisterin 2016) mit 56,61 Sekunden auf Rang zwei. Die 25-jährige, Sechste zuletzt bei der Universade in Neapel, hat sich trotz der enormen Hitze bei ihren letzten Trainingseinheiten sehr gewissenhaft vorbereitet. Ihr Trainer Sven Timmermann ist optimistisch: „Djamila hat in den letzten Einheiten noch zwei starke Trainingsbestzeiten aufgestellt. Die Stimmung ist gut und Djamila ist nach meiner Einschätzung auf den Punkt fit.“ Im Vorjahr konnte sie als Vizemeisterin ihren DM-Titel aus dem Jahr 2017 nicht verteidigen, nicht zuletzt deshalb, weil sie im Vorfeld der DM in Nürnberg krank gewesen war. Den Titel will sie unbedingt sich zurückholen.
Auf Rang vier der Meldeliste steht Jessie Maduka, im Gegensatz zum Vorjahr (damals 13,95 m) „nur“ mit 13,32 Metern. Ihr Trainer Ralf Jaros hat das Ziel aber schon abgesteckt. „Wie im Vorjahr denke ich, dass sie eine gute Chance auf Bronze hat“. Jessie Maduka hatte sich im vergangenen Dezember eine sehr schwere Fußverletzung zugezogen und konnte über Monate überhaupt nicht trainieren. Ihre Rückkehr auf die Sprunganlagen erwies sich als sehr schwierig.
Svenja Ojstersek freut sich sehr auf das Rennen im Berliner Olympiastadion. Sie war nach ihrer überragenden wie anstrengenden College-Saison in den USA (NCAA), noch Fünfte mit Bestzeit (33:45 Minuten) bei der 10 000-Meter-DM zu Pfingsten geworden. Sie hat den Hitze-Halb-Marathon von Hamburg vor vier Wochen gut überstanden und nach einer „ruhigen Woche“ wieder nach Plan trainiert. „Ich bin eigentlich ziemlich zuversichtlich, dass ich, trotz der langen Saison, noch gut in Form für die 5000 Meter bin, da das Training echt gut verlief.“ Am liebsten würde Svenja Ojstersek ihre Mitte April in Azusa bei Los Angeles erreichten 16:26 Minuten nochmals verbessern, womit sie in der Meldeliste auf Rang elf steht. Im Vorjahr war Svenja Ojstersek Elfte.
Die DM-Entscheidungen in Berlin werden live bei ARD/ZDF übertragen.

Zeitplan Samstag,
11.05 Uhr, 400 m Hürden Vorlauf, Djamila Böhm
15.55 Uhr, Dreisprung, Jessie Maduka
18.20 Uhr, 5000 m, Svenja Ojstersek

Sonntag,
15.35 Uhr, 400 m Hürden Finale, Djamila Böhm