ART Düsseldorf Leichtathletik

Obwohl beim Putbos-Memorial im flandrischen Oordegem in Belgien hemmende Winde durch die offene Leichtathletikanlage wehten, gelang der 25-jährigen ART-400-Meter-Hürdenläuferin Djamila Böhm der erste zufrieden-stellende Lauf in dieser Saison.

Noch am vergangenen Donnerstag hatte sie bei den Deutschen Hochschul-Meisterschaften in Köln in 57,66 Sekunden gegen ihre Kölner Widersacherin Christine Salterberg (57,58 Sekunden) ganz knapp verloren. In Oordegem drehte sie das Geschehen und wurde in neuer deutscher Jahresbestzeit von 56,83 Sekunden Zweite hinter der Belgierin Hanne Claes (56,37 Sekunden) aber vor Christine Salterberg (57,14 Sekunden). „Das klappte schon wieder viel besser,“ freute sich ART-Trainer Sven Timmermann über den gelungenen Auftritt von Djamila. Böhm will am 14. Juni in Genf noch schneller rennen, um der WM-Norm (56,00 Sekunden) ein weiteres Stück nahe zu kommen.
Bei der DHM in Köln hatte am vergangenen Donnerstag Jessie Maduka mit 12,70 den Meistertitel beim Dreisprung gewonnen. Für den 19-jährigen ART-Dreispringer und U 20-DM-Dritten Aimo Warnt gab es in Jena den ersten weiten Satz mit 14,60 Meter. Dabei verschenkte er am Absprungbalken noch gute 20 Zentimeter. Den Wettkampf gewann Max Ole Klobasa (Jena) mit 15,13 Meter, der wie Warnt Kanidat für die U 20-EM in Boras (Schweden) ist. ART-Trainer Silvio Zein meinte zu den Sprüngen:“ Aimo ist gut in die Saison gestartet.“ Die nächste Ausscheidung der EM-Kandiaten ist am kommenden Samstag in Eppingen (Baden-Württemberg).

 

Annkathrin Hoven und Kaja Bins verpassen EM-Ticket

Verpasste diesmal die EM im Siebenkampf: Annkathrin HovenIn diesem Jahr wird keine ART-Siebenkämpferin bei den U 20-Europameisterschaften im Juli in Boras (Schweden) dabei sein. Bei den ultimativen Ausscheidungen in Bernhausen schaffte niemand vom ART das EM-Ticket. Dabei durfte Kaja Bins (ART) nach dem ersten Tag davon noch träumen, übernachtete sie doch auf dem dritten Platz. Am zweiten Tag klappte ihr Siebenkampf trotz Steigerung auf 5208 Punkte nicht mehr so gut wie noch am Samstag, als ihr beim Hochsprung 1,73 Meter gelungen war. Annkathrin Hoven überflügelte sie mit 5276 Punkten, hatte aber trotz toller 24,42 Sekunden bei Gegenwind über 200 Meter und 2:16 Minuten über 800 einen Siebenkampf, wo leider beim Hürdenlauf, Kugelstoßen und Speerwerfen viele mögliche Punkte liegengeblieben waren. Pech hatte die für Österreich aussichtsreich angetretene Daniela Kreft (ART), die am zweiten Tag beim Weitsprung nicht mehr mitmachen konnte, weil sie starke Schmerzen im Fuß hatte - genauso wie Jaron Boateng (ART), der sich schon am ersten Tag noch mit soliden Leistungen durch den Zehnkampf mit schmerzenden Fuß durchgekämpft hatte, aber zum Hürdenlauf am Sonntag nicht mehr antreten konnte. Pech hatte auch die 17-jährige Lea Dreilich (ART) schon beim Hürdenlauf zu Beginn des Siebenkampfes. Sie stürzte an der achten Hürde auf dem Weg zu einer ganz starken Zeit von knapp über 14 Sekunden, rappelte sich aber auf und erreichte anderthalb Sekunden später das Ziel. Am Ende steigerte sie sich dennoch auf 4622 Punkte. ART-Trainer Ralf Jaros sagte: „Wir hätten gerne ein Ticket zur EM abgeschleppt, aber es lief nicht so rund, wie ich es erhofft hatte.“

Bernhausen, Mehrkampf-EM-Ausscheidung
Weiblich U 20, Siebenkampf: 1. Lucie Kienast (Halle) 5636 Pkt., 6. Annkathrin Hoven (ART) 5276, (u.a. 24,42 Sek. im 200-Meter-Lauf, 5,83 m beim Weitsprung), 7. Kaja Bins (ART) 5208 (u.a. 1,73 m beim Hochsprung).
U 18, Siebenkampf: 1. Jenna-Fee Feierabend (Groß-Gerau) 5609 Pt., 9. Lea Dreilich (ART) 4622.


Hürdensieg in Rheydt und Speerwurf-Bestleistung in Halle an der Saale für Antonia Zein

Dritte bei den Halleschen Werfertagen und Nordrhein-Meisterin im 80-Meter-Hürdenlauf: Antonia Zein (rechts).Fünf Meistertitel gab es für die ART-Leichtathleten bei den Nordrhein-Jugend-Meisterschaften am vergangenen Samstag und Sonntag im Rheydter Grenzland-Stadion. Für den Titel-Auftakt hatte am Samstag die 13-jährige Antonia Zein (ART) im Finale über 80 Meter Hürden gesorgt, das sie überraschend gewann und sich auf 12,21 Sekunden steigerte. Ungeduldig wartete sie auf die Siegerehrung, denn sie hatte es eilig. Mit dem Zug legte sie anschließend die über 400 Kilometer weite Strecke nach Halle (Saale) zu den Werfertagen zurück, wo sie sich als Jüngste Teilnehmerin am Sonntag Morgen beim Speerwerfen als Dritte auf 37,49 Meter steigerte, was in Rheydt zum nächsten Titel gereicht hätte.
Gleich zwei Meistertitel schaffte der 17-jährige Aidan Warnt (ART) mit Bestleistungen beim Kugelstoßen (16,34 m) und Diskuswerfen (49,94 m). „Schade, ich hätte zu gerne auch endlich über 50 Meter geworfen,“ war er nicht ganz zufrieden.
Meister im Stabhochsprung wurde der 13-jährige Finn Bertling mit der Höhe von 2,40 m. Für Mona Münster gab es mit der U18-DM-Normhöhe von 3,55 Meter die Vizemeisterschaft.

Nordrhein-Jugend-Meisterschaften in Rheydt
Männlich, U 20, 110 m Hürden: 1. Albert Kreutzer (Dormagen) 14,14 Sek., 2. Dennis Trukawka (ART) 15,47.
Dreisprung: 1. Jonas Bäcker (Dormagen) 13,50 m, 2. Dennis Trukawka (ART) 13,21.
U 18, Kugelstoßen: 1. Aidan Warnt (ART) 16,34 m.
Diskuswerfen: 1. Aidan Warnt (ART) 49,94 m.
M 15, Stabhochsprung: 1. Nino Zirkel (Leverkusen) 3,90 m, 2. Lorenz Raschke (ART) 3,60.
Weiblich, U 18, Stabhochsprung: 1. Laura Giese (Aachen) 3,65 m, 2. Mona Münster (ART) 3,55 m (U 18-DM-Norm), 3. Jule Domat (ART) 3,25.
W 15, Stabhochsprung: 1. Johanna Selzer (ART) 2,40 m.
Weitsprung: 1. Nicole Krieger (Leverkusen) 5,22 m, 2. Hannah Leibmann (ART) 5,20.
W 14, 80 m Hürden: 1. Antonia Zein (ART) 12,21 Sek. (+ 0,8 m/Sek.).