ART Düsseldorf Leichtathletik

Die 21-jährige ART-Langstrecklerin Dioni Gorla wurde am vergangenen Sonntag beim 17. Münster-Marathon in neuer Bestzeit von 2.53:40 Stunden Dritte. "Bin ich glücklich, dass ich mich nochmals steigern konnte," sagte sie in der ersten Freude im Ziel, als sie von einer großen Kulisse emotional gefeiert wurde.

Die Siegerin aus Kenia war acht Minuten vor ihr im Ziel, die zweitbeste Läuferin Anika Vössing aus Oberhausen wird auch noch mit knapp zwei Minuten Vorsprung in der Ergebnisliste geführt, und erstaunlich genug unter den fast 2000 "Finishern" belegte Dioni Gorla den 27. Rang, gerade mal 25 Männer, darunter eine Reihe von Top-Kenianern, schafften es überhaupt vor ihr ins Ziel.
Ende April beim Düsseldorf-Marathon war Dioni Gorla erstmals in 2.56:17 Stunden unter die begehrte Drei-Stundegrenze gekommen und hatte sich gegenüber dem Vorjahr um 40 Minuten gesteigert. In der gleichzeitigen Wertung der Deutschen Meisterschaften wäre sie Zehnte gewesen. Doch Dioni Gorla hat auch einen griechischen Pass und war zu diesem Zeitpunkt mit der damals schnellsten Zeit einer griechischen Läuferin auch Thema für die EM in Berlin im vergangenen August gewesen. Die Griechen verzichteten aber "auf die noch viel zu junge Läuferin aus Düsseldorf" und setzten auf ihr seit Jahren bekanntes Trio in Berlin, das aber bei Hitze nicht geschlossen ins Ziel kam und wie Deutschland nur zwei Läuferinnen in der Wertung hatte. Da hätte Dioni Gorla den Griechen echt weiter geholfen, denn sie hatte erst beim Vivawest-Marathon zuvor mit ihrem Sieg in Essen bei weit über 30 Grad (3.00:36 Stunden) gezeigt, dass sie "Hitzefest" ist. Mit der Steigerung in Münster bei ihrem vierten diesjährigen Marathon mit ihrer neuen Bestzeit von 2.53:40 Stunden rückte sie in der deutschen Bestenliste auf Rang 14 vor und in der griechischen Bestenliste auf Rang drei.

 

Finn Bertling mit zwei Titeln bei Regions-Meisterschaften

Erstmals gab es für den Leichtathletik-Nachwuchs bis 13 Jahre in Willich Regions-Meisterschaften. Im Vergleich zu den früheren Kreis-Meisterschaften ist das Leistungsniveau bei den Regions-Titelkämpfen deutlich höher. Und um so schwerer ist es, überhaupt in die Finalkämpfe der besten Acht zu kommen oder gar eine Medaille zu gewinnen. Am erfolgreichsten war der 12-jährige Finn Bertling (ART), dem die Meistertitel beim 60-Meter-Hürdenlauf (10,30 Sekunden) und Weitsprung (4,76 m) gelangen. Beim Hochsprung gewann er dazu noch Silber mit der Höhe von 1,40 m. Bei den Mädchen wurde die 13-jährige Antonia Zein (ART) im 60-Meter-Hürdenlauf Regionsmeisterin in 10,30 Sekunden und auch Zweite beim Ballwurf (48,50 m).

Finn Bertling zweimal auf dem obersten Podestplatz bei U-14-Regions-Meisterschaften

Am Sonntag Team-Nordrhein-Finale mit zwei ART-Mannschaften

Mit dem Nordrhein-Team-Finale am Sonntag in Essen geht für den Großteil der Düsseldorfer Nachwuchs-Athleten die Freiluftsaison zu Ende. Statt am Sonntag in Essen wären die ART-Mädchen bis 15 Jahre natürlich viel lieber im Team-Finale der Deutschen Meisterschaften am Samstag im westfälischen Lage gestartet. Sie schlossen aber die Vorrunde als Neunter mit 9409 Punkten knappe 26 Zähler hinter dem Hamburger SV ab und verpassten somit in diesem das DM-Finale. Erstmals seit 2010 ist daher keine Düsseldorfer Mannschaft bei der Team-DM dabei. Bei der U 14 ist der ART nur mit den Jungen vertreten. "Wir haben uns in diesem Jahr auf die U 16-Mädchen und auf die U 14-Jungen beim Landesfinale konzentriert", begründet ART-Leichtathletik-Chef Jochen Grundmann den Rückzug von weiteren Mannschaften.