ART Düsseldorf Leichtathletik

Auch die 72. Wilhelm-Ungerspiele des ART im Rather Waldstadion gehen in die Erfolgsgeschichte ein. 350 Athleten kämpften acht Stunden lang um Urkunden, DM-Normen und persönliche Bestleistungen und hatten trotz des meist heftigen Gegenwinds viel Freude in Rath.

Die Athleten im Alter von 12 bis 75 Jahre kamen aus der westdeutschen Groß-Region, aber auch aus dem Ausland. Pech hatte der ART mit dem ungewohnt heftigen Wind im Waldstadion. Seit der Sturm-Kastastrophe vor vier Jahren fehlen am Stadionrand eine Reihe von früher windschützenden großen Bäumen, und durch diese Lücken blies es den Läufern und Springern meist recht heftig bremsend von vorne. Bestzeiten oder DM-Normen waren da nur schwer zu erzielen. Aber wer kann schon was für den Wind?

Gleich viermal machte sich der in den nächsten Tagen 18 Jahre alt werdende ART-Top-Zehnkämpfer Maximilian Kluth (ART) ans Werk. Er will nach verpasster U 20-WM-Teilnahme trotz erreichter WM-Norm (7290 Pkt.) im August bei der Mehrkampf-DM in Wesel nochmals voll angreifen und der Konkurrenz zeigen, dass mit ihm auch künftig zu rechnen ist. Mit neuer Bestleistung beim von ihm nicht grade geliebten Speerwerfen mit 45,95 Metern war er zufrieden. Beim Hochsprung hatte er 1,88 Meter übersprungen, dann aber nicht mehr weiter gemacht. Er musste nämlich gleichzeitig auch in den Diskusring (1. mit 43,13 m) und war das ständige Wechseln der Spikes gegen die Wurfschuhe leid.

Bemerkenswert weit sprang auch wieder der 17-jährige Oscar Grube (ART) mit 6,80 Meter. Mit 11,58 Metern beim Dreisprung war die 17-jährige Karla Gruss (ART) eine der wenigen Athleten, der noch die Jugend-DM-Norm für die Titelkämpfe Ende des Monats in Rostock gelang.
Wie immer waren die Ungerspiele das beliebte Familienfest der Düsseldorfer Leichtathletik, auch viele Athleten von früher kamen in Rath vorbei und freuten sich nicht nur über die Wettkämpfe, sondern auch über das Wiedersehen mit vielen Athleten von einst.

Katrin Missing NRW-Meisterin im Speerwerfen

Bei den NRW-Meisterschaften im Rahmen der Bottrop-Gala gab es für die ART-Leichtathleten einen Meistertitel und eine Vizemeisterschaft. Überraschend gewann die 21-jährige deutsche U 23-Vize-Meisterin Katrin Missing (ART) mit der Weite von 49,47 Meter beim Speerwerfen den NRW-Meistertitel. Ihr 81-jähriger Trainer Manfred Poppe war voll des Lobes über Katrin Missing, ärgerte sich aber über den fünften Wurf von ihr, der über 50 Meter ging, von den Kampfrichtern aber als ungültig gewertet wurde. Immer besser in Form kommt auch wieder die 24-jährige frühere U 20-EM-Teilnehmerin Sandra Gottschalk (ART). Sie muss mit wöchentlich zwei Trainingseinheiten wegen ihres Berufes auskommen, freute sich nun über die NRW-Vizemeisterschaft in 14,29 Sekunden über 100 Meter Hürden.

Maximilian Kluth (ART) gewann mit der Höhe von 1,88 Meter neben dem Diskuswerfen (43,12 m) den Hochsprung-Wettbewerb Der 14-jährige Lorenz Raschke (ART) beim Stabhochsprung Katrin Missing (ART) gewinnt den NRW-Meistertitel in Bottrop beim Speerwerfen mit 49,47 Meter