ART Düsseldorf Leichtathletik

Dass nur überhaupt drei deutsche Nachwuchs-Dreispringe zur ultimativen U20-WM-Ausscheidung in Mannheim antraten, hat dem 18-jährigen ART-Dreispringer Aimo Warnt nicht gefallen. Ursprünglich standen sieben in der Startliste, die Warnt mit seinem Sensationssprung von den Nordrhein-Meisterschaften in Uerdingen mit 14,99 Meter angeführt hatte.

Er wurde in Mannheim Zweiter und bester Deutscher mit 14,76 Metern, wobei er die beiden Mannheimer Konkurrenten bei deren Heimspiel hinter sich lassen konnte. Sieger wurde der erst 16-jährige Henrik Flatnes aus Norwegen mit 15,09 Meter. Er qualifizierte sich damit für die U18-EM in Györ/Ungarn. Aimo Warnts Trainer Silvio Zein, zu DDR-Zeiten ein Top-Weit- und Dreispringer, kommentierte das Mannheimer Ergebnis nüchtern. "Fünf Sprünge teilweise sehr weit vor dem Brett. Nächste Woche geht's weiter in Heilbronn bei der U23-DM." Was Zein nicht sagte, in Heilbronn (blaue Bahn) wird auf besser dämpfenden Kunststoffbelag gesprungen als in Mannheim mit seinem Beton-Untergrund. Aimo Warnt hatte im Mai bereits die erste WM-Qualifikation gewonnen und war damals 14,47 Meter weit gekommen. Er kann sich trösten, zur WM reicht es für ihn in diesem Jahr nicht, die U20-EM-Norm (15,20 Meter) im nächsten Jahr wird er dagegen eher schaffen können.

Luke Zenker schafft endlich die U 16-DM-Norm im Neunkampf - Letizia Marsico gewinnt zweimal in Süchteln

Ein Wochenende mal ohne Meisterschaften gab es diesmal für die ART-Leichtathleten - mit einer einzigen Ausnahme. Der 15-jährige Luke Zenker (ART) musste bei den niedersächsischen Mehrkampf-Meisterschaften in Bad Harzburg ran, um endlich die Norm für die U 16-DM im Neunkampf (wie Zehnkampf nur ohne 400 Meter) abhaken zu können. Das tat er mit beeindruckenden 5245 Punkten, 300 mehr als im Vorjahr und über 400 mehr als zuletzt bei den Regions-Meisterschaften in Ratingen, wo er damals beim Hochsprung keinen einzigen Punkt bekommen hatte. Diesmal holte er in Bad Harzburg mit 1,68 Meter (Bestleistung: 1,80 m) 568 Zähler. Am besten war das ART-Multi-Talent beim Diskuswerfern, bei dem es ihm gelang, sich um drei Meter auf 46,53 Meter mit einem technisch sauberen Wurf zu steigern, wofür es dann die Höchstpunktzahl von 677 gab. Beim Stabhochsprung, bei dem er derzeit Deutschlands Nummer eins mit 4,20 Meter bei der U 16 ist, glückte ihm auch diesmal wieder diese Höhe und brachte ihm 667 Zähler ein. Mit der Punktzahl von 5245 wäre er in der Vorwoche im ost-westfälischen Lage überlegen NRW-Meister geworden. Den Niedersachsen-Meistertitel gab es dagegen für ihn in Bad Harzburg trotz des Sieges nicht. Luke hatte in der Vorwoche der NRW-Meisterschaft die U 18-EM-Ausscheidung im Stabhochsprung in Schweinfurt vorgezogen, bei der er mit 4,20 Meter als Jüngster schon erstaunlicher Vierter geworden war.

Nur klein war die Teilnehmerzahl aus Düsseldorf beim 105. Süchtelner Bergfest. Bei Deutschland ältestem Sportfest feierte die 15-jährige Letizia Marsico (ART) zwei feine Erfolge. Zuerst gewann die U 18-Winterwurf-DM-Dritte das Kugelstoßen mit 13,37 Meter und später auch das Diskuswerfen mit 39,40 m.

Ergebnisse Süchtelner Bergfest
Männer, 100 m: 1. Sebastian Thelen (Monheim) 11,40 Sek., 2. Patrick Jansen (TB Hassels) 11,82 (1. M 35).
M 60, Kugelstoßen: 1. Hans-Joachim Büscher (ASC) 12,83 m.
M 75, Diskuswerfen: 1. Werner Angermund (ART) 28,21 m.
U 18, 100 m: 2. Felix Arndt (ART) 11,72 Sek.
Frauen, 200 m: 4. Janine Schulz (ASC) 29,02 Sek.
Speerwerfen: 4. Linda Thelen (TB Hassels) 28,97 m.
U 18, Kugelstoßen: 1. Letzia Marsico (ART) 13,37 m.
Diskuswerfen: 1. Letizia Marsico (ART) 39,40 m.
W 15, 100 m: 4. Maja Bertling (ART) 13,3 Sek.

 

Nikki Johnstone läuft als Sieger in Grevenbroich schon wieder neue Bestzeit

Am Freitag Abend stand der nimmermüde Nikki Johnstone (ART) zwar nicht in der Meldeliste beim 4. Grevenbroicher City-Lauf unter den 3000 Läufern - aber dann doch an der Startmatte. Er hielt es im Rennen auf der zehn Kilometer eckigen Strecke wie einst Julius Caesar: "Kam, sah, siegte." Der schottische Lehrer der Neusser Internationalen Schule gewann (mal wieder) - und das noch in einer Zeit, die er zuvor noch nie erreicht hatte. Diesmal blieben die elektronischen Zeitmess-Einrichtungen für ihn bei 31:08 Minuten stehen. "Ich war nochmals sechs Sekunden schneller als beim Neusser Sommernachslauf vor zwei Wochen", freute sich Nikki Johnstone. Und wunderte sich, dass er den Neusser Habtom Tedros (32.27 Min.) und den in Erfstadt lebende polnische Top-Langstreckler Maciek Miereczko (32:44 Min) weit hinter sich gelassen hatte.