ART Düsseldorf Leichtathletik

Djamila Böhm, 23-jährige EM-Aspirantin im 400-Meter-Hürdenlauf kam bei ihrem überraschenden Sieg in Oordegem (Belgien) der Norm (56,50 Sekunden) für die Europameisterschaften in Berlin im August bis auf neun Hundertstel-Sekunden nahe. Sie lief in 56,59 Sekunden schon wieder deutsche Jahresbestzeit.

"Ich wollte meine Bestzeit angreifen, das ist mir gelungen und darüber freue ich mich sehr," strahlte Djamila nach ihrem großen Erfolg, der in dieser Weise nicht zu erwarten war. Denn sie war nur die Nummer acht der Meldeliste im Wettbewerb gegen einen Teil der besten Europäerinnen gewesen. Und so wurde sie dem (langsameren) B-Lauf zugeteilt, hatte da aber die für sie günstige vierte Bahn und unterbot um zwei Hundertstel-Sekunden die von der Britin Jess Turner vorgelegten 56,62 Sekunden aus dem A-Lauf. Nach dem dritten der sechs Läufe stand schon fest, dass Djamila Böhm gewonnen hatte. "Das macht mich richtig stolz," ließ sie ihr Umfeld wissen. Ihr Trainer Sven Timmermann war mit dem Geschehen nicht so ganz zufrieden. "Sie kam nur in den B-Lauf, im A-Lauf wäre es für Djamila besser gewesen" ärgerte er sich ein wenig über die Bahnverteilung, "aber alles andere war schon in Ordnung. In 14 Tagen läuft sie in Genf", kündigt Sven Timmerman an.

Jessie Maduka springt beim NCAA-Finale

Im kalifornischen Sacramento gelang es der 22-jährigen ART-Dreispringerin und EM-Aspirantin Jessie Maduka, das "Halb-Finale" für die amerikanischen Meisterschaften der NCAA gegen 47 Gegnerinnen zu überstehen. Sie hatte insgesamt nur drei Sprünge, von denen sie aber nur zwei absolvierte und mit 13,42 Meter ins NCAA-Finale als Vierte einzog, das in 14 Tagen in Eugene (Oregon) stattfindet. Die EM-Norm (13,90 m, bisherige Bestleistung 13,81 m) war für sie in Sacramneto kein Thema. "Sie wollte sich bei dem Wettkampf noch schonen," hatte ART-Trainer Ralf Jaros von ihr zuvor nur erfahren.
Dieses NCAA-Halbfinale in Sacramento hatte im 10 000-Meter-Lauf die 24-jährige ART-Langstrecklerin Svenja Ojstersek mit 34:54 Minuten nur knapp verpasst, an der Ostküste hätte dagegen ihre Bestzeit zur Halbfinal-Teilnahme gut gereicht. Svenja hat ihre erste Saison in Texas mit vielen Bestzeiten inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

 

DM-Normen in Halle für Yannik Zein, Leonie Simnonia und Letizia Marsico

Gleich drei DM-Normen gelangen ART-Werfern bei den Halleschen Werfertagen. Am spektakulärsten war die Steigerung des 15-jährigen Yannik Zein beim Speerwerfen der U18, der sich gleich um sechs Meter auf 61,34 Meter steigerte und die DM-Norm um drei Meter übertraf. Zuvor hatte sich schon die 18-jährige Leonie Simnnonia beim Diskuswerfen mit 40,03 Meter für die U20-DM qualifiziert, obwohl sie nur drei Würfe hatte. Die 15-jährige Letiza Marsico (ART) konnte sich zunächst auf 41,47 Meter steigern und wurde im Wettbewerb der U18 mit 42,50 Meter als drittbeste deutsche Werferin Fünfte.

 

Dioni Gorla gewinnt Essen-Marathon - Nikki Johnstone Dritter

Trotz Temperaturen bis zu 27 Grad gewann die 21-jährige Dioni Gorla (ART) den Essener Marathonlauf über 42,2 Kilometer in der Zeit von 3.00:36 Stunden. Zeitweilig war sie sogar auf eine neue Bestzeit von 2.49 Stunden unterwegs, beschränkte sich dann aber auf ihren ersten Erfolg auf der Marathon-Strecke, den sie mit fünf Minuten Vorsprung im Ziel feierte. Nikki Johnstone (ART) hatte bei den Männern bis zur 30 km-Marke das Tempo gemacht und musste dann in einer Schwächeperiode vier Läufer davon ziehen lassen. Er wurde schließlich noch Dritter in 2.28 Stunden und schaffte damit innerhalb von vier Wochen seinen dritten Marathon unter 2.30 Stunden. Seine Bestzeit hatte er vor vier Wochen in Düsseldorf in 2.26 erreicht.

 

Steigerte sich um sechs Meter bei den Halleschen Werfertagen auf 61,63 Meter: Yannik Zein. Dioni Gorla gewann in Essen ihren ersten Marathonlauf