ART Düsseldorf Leichtathletik

Zwei Tage lang kämpfte der 17-jährige ART-Zehnkämpfer Maximilian Kluth in Halle bei den Meisterschaften von Sachsen-Anhalt um die Norm (7200 Punkte) für die U20-Weltmeisterschaften im Juli in Finnland und überbot sie eindrucksvoll mit 7299 Punkten.


Die muss er in vier Wochen bei der Ausscheidung für die WM der deutschen Nachwuchs-Mehrkämpfer in Bernhausen bei Stuttgart nochmals bestätigen. Nach einem sensationellen ersten Tag mit 7,09 Meter beim Weitsprung und 48,91 Sekunden im 400-MeterLauf gab es am Tag zwei leichtere Dämpfer beim 110-Meter-Hürdenlauf (15,17 Sekunden) und auch beim Stabhochsprung (3,70 m) sowie Speerwerfen (43,08 m). Zufrieden durfte er mit dem Diskuswurf (41,95 Meter) und dem 1500-Meter-Lauf in 4:25,11 Minuten sein.

Bei den Regions-Mehrkampf-Meisterschaften in Ratingen schaffte das ART-U18-Siebenkampf-Team mit 15289 Punkten trotz sehr widriger Gegenwind-Bedingungen ein bisher in Deutschland noch nie erreichtes Mannschaft-Ergebnis. Der deutsche Rekord steht seit dem Geburtsjahr der ART-Siebenkämpferinnen (2001) bei 15149 Punkte vom TuS Jena. Annkathrin Hoven steigerte sich auf 5183 Punkte, die österreichische Vizemeisterin Daniela Kreft (ART) kam auf 5091 Punkte und Kaja Bins auf 5015 Zähler. Für die U18-EM-Qualifikation brauchen die ART-Athletinnen allerdings einen Siebenkampf mit dem 200-Meter- statt dem 100-Meter-Lauf wie in Ratingen. Den gibt es für sie in vier Wochen ebenfalls in Bernhausen bei der WM/EM-Ausscheidung.

Auf einem guten Weg zur U18-EM-Norm im Zehnkampf war Jaron Boateng (ART), bis er am zweiten Tag beim Stabhochsprung (3,60 Meter) doch mehr Punkte liegen ließ (Bestleistung 4,00 m) als erwartet. Mit 6531 Punkten gelang ihm aber die DM-Norm und eine neue persönliche Bestleistung trotz vieler heftig bremsenden Gegenwind-Situationen. ART-Trainer Ralf Jaros war mit den Leistungen weitgehend zufrieden. "Da werden in den nächsten Wochen noch weitere Steigerungen kommen," kündigte er an. Die Mehrkampf-Meisterschaften in Ratingen litten unter einem unerwarteten Software-Problem. So mussten sich die Teilnehmer ihre Punktzahlen auf ihren Handys selbst ausrechnen. Erst zum Wochenende soll es amtliche Ergebnislisten geben.

Regions-Mehrkampf-Meisterschaften in Ratingen
Männer, Zehnkampf: 1. Ituah Enahoro (Dorrmagen) 7591 Pkt.
U18, Zehnkampf: 1. Jaron Boateng (ART) 6652 Pkt. (DM-Norm)
M15, Vierkampf: 1. Timon Streit (Überruhr) 2371 Pkt. 7. Luke Zenker (ART) 1730 (Hochsprung: keine Höhe).
M14, Vierkampf: 1. Joel Wireko (ASC) 2030 Pkt.
Frauen, U20, Siebenkampf: 1. Frederike Schütte (TV Angermund).
U18, Siebenkampf: 1. Annkathrin Hoven (ART) 5183 Pkt. (DM-Norm), 2. Daniela Kreft (ART) 5091, 3. Kaja Bins (ART) 5015 (DM-Norm), 4. Isabel Schauerte (TuS Lintorf) 4953 (DM-Norm), 5. Karla Gruss (ART) 4690 (DM-Norm), 6. Lea Dreilich (ART) 4153.
Mannschaft: 1. ART (Annkathrin Hoven, Daniela Kreft, Kaja Bins) 15289 (Deutscher Rekord).

Schafften mit dem ART-Siebenkampf-Team einen neuen deutschen U 18-Rekord: von links, Daniela Kreft, Annkathrin Hoven, Kaja Bins und Lea Dreilich. Jaron Boateng mit Bestleitung und DM-Norm im Zehnkampf (6531 Punkte)

 


Simon Stützel gewinnt die Badische Meile in Karlsruhe

Eine Woche nach dem Metro-Marathon war für einige ART-Top-Langstreckker schon wieder Race-Day. Simon Stützel war bis zur Halb-Marathon-Marke (68:45 Minuten) in Düsseldorf sehr schnell als Pacemaker unterwegs gewesen und hatte sich dann noch etwas ruhiger bis ins Ziel in 3.01 Stunden durchgeschlagen. Am Sonntag gewann er schon wieder in Karlsruhe die 'Badische Meile' über 8,8 Kilometer in 27:50,9 Minuten. "Das war ein hammeraffengeiles und traumhaftes Comeback in Karlsruhe für mich, "freute er sich. Auch der 39-jährige Andreas Straßner (ART), Deutscher M 35-Meister beim Marathon in der Vorwoche, war schon wieder in toller Lauflaune. Beim weltweiten Wings for Life Run 2018 gegen 150 000 Läufer holte ihn in Mönchen erst nach 76,77km der Catcher-Car ein. Weltweit war er damit am weitesten gerannt und darf sich als großer Sieger fühlen. Nikki Johnstone ( ART) ließ es mal ruhiger angehen - schaffte noch 48,76 Kilometer eine Woche nach dem Metro-Marathon.

Simon Stützel nach dem Sieg bei der Badischen Meile Andreas Straßner jubelt als Sieger beim "World für Life-Run"