ART Düsseldorf Leichtathletik

Die ART-Langstreckler zeigten sich beim 30. Kö-Lauf von ihrer besten Seite Svenja Ojstersek (ART) gewann über zehn Kilometer bei den Frauen, für Nikki Johnstone (ART) gab es im Halb-Marathonlauf (21,1 km) in 1.12:06 Stunden hinter einem Top-Marokkaner Rang zwei. Johnstone war keinesfalls enttäuscht, dass ihm nach elf Kilometern der marokkanische Top-Läufer Abid Ezamzami (1.09:56 Std.) doch um zwei Minuten davon lief.

 

"Ich hatte schon nach der Hälfte gemerkt, dass der stärker sein könnte", meinte der 33-jährige Lehrer der Neusser Internationalen Schule, der gleich 34 Kollegen und Schüler mit an den Start gebracht hatte. "Meine Beine waren doch nicht so frisch, wie sie hätten sein sollen," erklärte Düsseldorfs bekanntester Dauerläufer nach dem Rennen, derweil der marokkanische Sieger aus der Westsahara Abid Emzamzami Nikki lobte. "Ich kannte ihn bisher nicht, es war nicht einfach ihm davon zu laufen". Der Marokkaner hatte zuletzt im Mai den Viva-West-Marathon in Gelsenkirchen gewonnen und hatte durch Zufall vom Lauf-Event auf der Kö erfahren. Hatten die Zuschauer am Streckenrand Nikki Johnstone begeistert angefeuert, taten sie das auch bei Maximilian Thorwirth (SFD 75) und Svenja Ojstersek. Der 23-jährige deutsche 5000-Meter-Meister (U 23) lag zur Hälfte noch gleichauf mit dem Wattenscheider Eritrea-Flüchtling Bifmet Kfle, Toni Riediger und Sebastian Hadamus (beide ART) in Führung. Als erster musste Toni Riediger klein beigeben. "Ich hatte zuletzt zehn Prüfungen, die waren wichtiger als Lauftraining," so der angehende Wirtschafts-Ingenieur zu seinem Rennen, das er schließlich mit Svenja Ojstersek (ART) zusammen beendete, die bei den Frauen gewann und mit ihren 36:48 Minuten zufrieden war. Sebastian Hadamus war trotz des tollen Rangs drei nicht zufrieden: "Das hätte bei mir schneller gehen können," meinte er zu seiner Zeit von 32:25 Minuten.
Bei der Straßenlauf-DM in Bad Liebenzell erreichte Timo Göhler (ART) Rang 31 in 31:14 Minuten und war damit um elf Sekunden schneller als Maximilian Thorwirth auf der Kö. Schon am Freitag hatte die 41-jährige Melanie Linder (ART) beim Lauf in Begheim über zehn Kilometer in 39:12 Minuten gewonnen, konnte aber wegen einer Urlaubsreise nicht am Kö-Lauf teilnehmen.

30. Stadtwerke-Kö-Lauf Männer,
Halb-Marathon (21,1 km): 1. Abid Ezamzami (Marokko) 1.09:56 Std., 2. Nikki Johnstone (ART) 1.12:06, 3. Robert Causewald (Coesfeld) 1.15:43, 4. Raphael Igrisianu (Siegburg) 1.16:44, 11. Hanno Wulbrand (Düsseldorf) 1.19:33.
10 km: 1. Maximilian Thorwirth (SFD 75) 31:25 Min., 2. Bifmet Kfle (Wattenscheid) 31:51, 3. Sebastian Hadamus (ART) 32:25, 4. Stefan Schnorr (Aachen) 32:45, 13. Marek Wentges (Düsseldorf) 36:08, 17. Daniel Eichhorn (ART) 36:30.
Frauen, Halb-Marathon: 1. Carina Fierek (Xanten) 1.25:40 Std., 2. Claudia Schneider (Köln) 1.27:16, 3. Samantha de Knijf (Niederlande) 1.27:30, 7. Gina Lenzing (Stadtsparkasse) 1.30:23.
10 km: 1. Svenja Ojstersek (ART) 36:38 Min., 2. Nina Endt (Bottrop) 39:10, 3. Jovica Aritonovic (Duisburg) 39:13, 4. Theres Lippert (Neuss) 39:43, 12. Nadine Körschkes (SFD 75) 41:18.

 Bei den Frauen gewann Svenja Ojstersek den Zehn-Kilometer-Lauf und erreichte das Ziel zusammen mit Toni Riediger

 

Jule Domat mit Bestleistung im Stabhochsprung beim Länderkampf

An den ART-Mädchen lag es nicht, dass die NRW-Auswahl beim U16-Länderkampf in Assen gegen die Niederlande hoch verlor. Jule Domat (ART) schaffte immerhin als zweitbeste Stabhochspringerin hinter der Detmolderin Jule Mühlenhoff (3,40 Meter) mit 3,35 Meter beim Stabhochsprung eine neue Bestleistung und freute sich über den Doppelsieg für NRW. Die deutsche U16-Vizemeisterin im Diskuswerfen, die 14-jährige Letizia Marsico (ART), wurde auch Zweite mit einem Wurf auf 38,43 Meter hinter der sehr starken Niederländerin Alida van Daalen (46,63 Meter). Gleich zweimal dritter wurde Aidan Warnt. Der 15-Jährige vom ART stieß die Kugel auf 13,21 Meter und warf den Diskus 43,63 Meter weit. In einem sehr starken Speerwurf-Wettbewerb schaffte Yannik Zein (ART) mit 54,50 Meter seine bisher zweitbeste Weite in dieser Saison und war sogar um acht Meter besser als bei der U16-DM vor zwei Wochen in Bremen. Doch zwei Niederländer warfen um wenige Zentimeter weiter als Yannik. Beim Stabhochsprung überquerte Nils Arians (ASC) die Höhe von 3,70 Meter und belegte Rang drei. Die ebenfalls für den Länderkampf nominierten Erik Aßmann (ART/Hochsprung), Gregory Minoue (TV Angermund/100 m) und Lea Dreilich (ART/Weitsprung) konnten wegen Verletzung nicht starten.

Waren erfolgreich beim U16-Länderkampf in Assen im Team von NRW gegen die Niederlande, von links Yannik Zein, Jule Domat, Aidan Warnt und Letizia Marsico