ART Düsseldorf Leichtathletik

25.02.2012, Karlsruhe: "Jetzt will ich auch nach London, ich habe es drauf", sprudelte es nach dem erneuten vierten Platz im 60-Meter-Finale bei der Leichtathletik-Hallen-DM in Karlsruhe aus der 21-jährigen ART-Topsprinterin Carolyn Moll hervor.

In drei Läufen zuvor hatte sie ihre bisherige Bestzeit von 7,39 Sekunden auf 7,34 Sekunden als Zwischenlauf-Siegerin verbessert.

"Jetzt ist das große Ziel ein Platz in der Nationalstaffel bei der Olympiade", hat sie nun als das große Ziel für den Sommer ausgegeben, womit sie sich einen Lebenstraum erfüllen würde. "Erst mache ich mal eine Woche Traininingspause, dann fangen die Vorbereitungen auf den Sommer an", erklärte die Studentin der Medizintechnik nach ihren drei schnellen Läufen am Samstag.

Den vierten Platz hatte sie auch schon im Vorjahr bei der Hallen-DM erlaufen. Doch diesmal merkte man der packenden Auseinandersetzung im deutschen Damensprint deutlich an, dass es auch in den nächsten Wochen um die Olympiatickets geht. Diesmal ging es erheblich schneller zu. Schon im Vorlauf steigerte sich "Caro" als Siegerin auf die neue Bestzeit von 7,35 Sekunden. Im Halb-Finale waren es sogar 7,34 Sekunden. "Da habe ich mich gewundert, denn die letzten beiden Schritte bin ich nicht mehr voll gerannt", so "Caro", die dann auch über den zweiten Halb-Finallauf staunte: "Da hat mich Tatjana Pinto mit ihren 7,29 Sekunden überrascht". So schien maximal Rang vier im Finale möglich, den sie dann auch in der Zeit von 7,37 Sekunden hinter der der Mannheimerin Verena Sailer (7,15 Sekunden, eine der schnellsten Zeiten, die je von deutschen Sprinterinnen erreicht wurde), Yasmin Kwadwo (Wattenscheid, 7,28 Sek.) und Pinto (Münster, 7,34) schaffte. ART-Sprinttrainer Frank Dukat war mit der Startphase von "Caro" im Finale "zufrieden". "Doch nach 20 Metern hätte sie mehr Druck aufbauen können", kritisierte er den finalen Lauf. "Da werde ich weiter dran arbeiten", versprach Carolyn Moll und genoss den vierten DM-Rang mit einem guten Essen und einer zünftigen Feier in einem Karlsruher Lokal.

Die Männer-Staffel des ASC/Ratingen konnte nicht antreten. Startläufer Ismael Condé hatte sich eine Grippe eingefangen, so dass Bastian Kiesheyer und Henrik Reifenrath erst gar nicht nach Karlsruhe fuhren. B.F.