ART Düsseldorf Leichtathletik

04./05.06.2011, Mönchengladbach-Rheydt: LVN-Jugendmeisterschaften, Gesamtbilanz:
Die Athleten des  ART konnten bei den Nordrheinmeisterschaften in Mönchengladbach eine Erfolgsbilanz vorweisen, die in dieser Ausprägung schon beinahe eine Sensation darstellt.
Mit 6 Meistertiteln, 8 Silbermedaillen und 2 Bronzemedaillen war der ART sogar der erfolgreichste Verein des Wochenendes. Unten sind die Medaillengewinner des ART aufgelistet und zusätzlich ist jetzt auch der Bericht angehängt:
 
Nordrheinmeister:
·        Anahid Ndouop Dreisprung, w.Jgd. B: 11,19 m
·        Jessie Maduka (noch W15) Weitsprung, w. Jgd. B 5,93 m
·        Anahid Ndouop, Maike Schachtschneider, Annika Schachtschneider, Jessie Maduka.
          4 X 100-m-Staffel, w. Jgd. B: 47,88 Sek,
·        Julia Syring, Speerwurf w. Jgd. A 45,77 m
·        Niclas Becker Speerwurf, m. Jgd. A 58,95 m
·        Leo Nuy, 200 m. Jgd. A: 21,92 Sek.
 
Silbermedaille
·        Annika Schachtschneider, 400-m-Hrd, w. Jgd. B: 64,31 Sek.
·        Annika Schachtschneider, 200 m, w. Jgd. B: 25,63 Sek.
·        Jessie Maduka, 100 m, w.Jgd. B: 12,00 Sek,
·        Elisabeth Schmidt, 400 m, w. Jgd. B: 59,17 Sek.
·        Maike Schmidt, Kugelstoß, w. Jgd. A: 12,77 m
·        Maike Schmidt, Diskuswurf, w. Jgd. A: 44,26 m
·        Adrian Wehr, Hochsprung, m. Jgd. A: 1,96 m
·        Hendrik Vogler, 800 m, m. Jgd. A: 1:59,26 min.
 
Bronzemedaille
·        Fiona Mers, Speerwurf, w. Jgd. B: 34,56 m
·        Laura Vierbaum, 800 m, w. Jgd. A: 2:13,04 min.
 
Der Glückwunsch für die Athletinnen und Athleten gilt gleichermaßen den verantwortlichen Trainern:
·        Frank Dukat
·        Manfred Poppe
·        Uwe und Claudia Schmidt
·        Sven Timmermann
·        Ralf Jaros
·        und natürlich auch Wolfgang Vander, der in den letzten Jahren bei Jessie Maduka und               Anahid  Ndouop die Basisarbeit geleistet hat.    
 
...und hier ist der Bericht von Bernward Franke über die tolle Veranstaltung:

Die meist gehörten Sprüche vieler Zuschauer aus Düsseldorf bei den Nordrhein-Jugend-Meisterschaften im Rheydter Grenzland-Stadion lauteten "nicht zu glauben", "irre", "das gibt es nicht". Gab es doch: Mit achtmal Gold, neunmal Silber und fünfmal Bronze gab es eine Medaillenausbeute (22 insgesamt!), die viele Leichtathletikkenner zuvor für nicht möglich gehalten hatten, und Düsseldorf nunmehr an die Spitze am Nordrhein beförderten.
Düsseldorfs Nachwuchs-Leichtathletik lebt – und wie. Am Tag zuvor war der 18-jährige ART-Sprinter Leo Nuy beim 100-Meter-Lauf mit Fehlstart schon bei den Vorläufen vom Starter verjagt worden. Das brachte ihn an den Rand eines Wutanfalls - gut, dass er diese Kräfte erst beim 200-Meter-Lauf am nächsten Tag einsetzte. Da war er dem schwächeren vorletzten Lauf der drei Zeitläufe zugeteilt worden. "Oh jeh, jetzt ist auch noch die Uhr kaputt", meinte ein Zuschauer, als er die kaum glaubliche Siegerzeit für Leo von 21,92 Sekunden (Vorjahr 22,99 Sekunden!) auf dem großen Display im Ziel sah, und der Jubel im Düsseldorfer nicht aufhören wollte. Die Uhr und die Windunterstützung (1,5 Meter/Sekunde Rückenwind) waren natürlich in Ordnung, und die vermeintlichen Top-Läufer bissen sich an Leos 21,92 Sekunden im dritten Lauf (1,0 m/Sek Gegenwind) die Zähne aus (Scheer/Rhede in 22,21 Sekunden) - Leo Nuy hatte mit Meistertitel und Bestleistung seine Wiedergutmachung. Jetzt will er auch endlich die 100 Meter unter elf Sekunden laufen.
Da passte es prächtig in die Situation, dass die 18-jährige Speerwerferin Julia Syring (ART) mit der Weite von 45,77 Meter mit fast zehn Metern Vorsprung gewann. Und der 16-jährige angehende ASC-Zehnkämpfer Simon Hosten über die 110 Meter-Hürdenstrecke in der Jugend-DM-Norm-Zeit von tollen 14,69 Sekunden vornweg stürmte.
 
Düsseldorfs Leichtathleten hatten ihre ersten drei Knüller am zweiten Tag der Titelkämpfe.
Und so ging es weiter: die 15-jährige Jessie Maduka (ART) attackierte mit 5,93 Meter (halber Meter Vorsprung!) beim Weitsprung die Sechs-Metergrenze und verschenkte (mal wieder) gleich 25 Zentimeter beim Absprung, schaffte ihre Freundin Anahid Ndouop (ART) beim Dreisprung mit 11,19 Metern die beste Weite, und die ART-Mädchen-Staffel (Ndouop, Annika und Maike Schachtschneider sowie Jessie Maduka) gewann das achte Gold in der sehr schnellen Zeit (trotz Sicherheitswechsel) von 47,88 Sekunden.
Am ersten Tag hatten schon Niclas Becker (ART - Speerwerfen mit 58,59 Meter) und der 15-jährige SFD 75-Langstreckler Maximilian Thorwirth (3000 Meter in 9:07,37 Minuten) Gold geholt, der am zweiten Tag die Silber-Sammlung der Düsseldorfer mit seiner neuen 1500-Meter-Bestzeti von 4:05,60 Minuten auf neun Medaillen erweiterte.
Besonders schön ist, dass alle Düsseldorfer Top-Vereine am Medaillen und Titelsegen ihren Anteil haben, und die 15-jährige Angermunderin Rebecca Pietsch kann heute (Dienstag) beim nachgeholten Stabhochsprung in Leverkusen das neunte Gold holen - und die unerwartet stolze Bilanz der Düsseldorfer nochmals verbessern.
Bernward Franke
 
 
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