ART Düsseldorf Leichtathletik

25.06.2011, Bremen: Damit hätte wohl niemand wirklich gerechnet. Carolyn Moll, 20-jährige Top-Sprinterin des ART, gewann in Bremen Silber bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften (U 23) und hofft nun auf ihren Einsatz in der Nationalstaffel bei den U-23-Europameiserschaften in Ostrawa (Tschechien) in drei Wochen. Bei nur 14 Grad und Gegenwind, auch wenn im Finale 0,0 m/Sekunden angegeben ist, raste "Caro" mit 11,99 Sekunden hinter der ein Jahr jüngeren Kölner Dauerrivalin Leena Günther (11,85 Sekunden) ins Ziel.
"Ich hatte Bahn 8 und vom Rennen im Endlauf eigentlich nichts mitgekriegt, im Ziel kam dann jemand und sagt mir, dass ich Zweite bin, ich konnte es kaum fassen", schilderte Carolyn Moll ihr Rennen, nachdem sie geduscht hatte und ihren tollen Erfolg einordnen konnte und die natürlch erforderlichen abendlichen Feierlichkeiten mit Trainer Frank Dukat und ihrem Vater besprach. In den Vorläufen hatte sie nur die viertbeste Zeit (12,02 Sekunden bei 1,2 m/Sek Gegenwind) erzielt. Vor allem die Münsteranerin Tatjana Pinto (11,79 Sekunden bei 1,3 m/Sek Gegenwind) im dritten Vorlauf war erheblich schneller. Wer hätte da mit Silber rechnen können?
Frank Dukat war es, der fest an "Caro" geglaubt hatte und mit seinem besonderem Optimismus dies auch "Caros" Vater Bernhard Moll so gesagt hatte. Carolyn Moll ist nun in ihrem Sprinterleben bereits zum dritten Male Vizemeisterin bei Deutsche Meisterschaften geworden, erstmals in Ulm im Jahr 2008 bei der B-Jugend, dann ein Jahr später im Berliner Olympia-Stadion bei der A-Jugend und nun in Bremen bei den Juniorinnen. Im Vorjahr hatte sie in Regensburg bei den U23-Titelkämpfen Bronze geholt (11,72 Sekunden).
 
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Erfreulich ist, dass sich auch Fabian Fiege für das 1500-Meter-Finale qualifizieren konnte. Er stürmte mit einer Zeit von 3:56 Minuten in den sonntäglichen Endlauf vor. Leo Nuy erwischte bei seinem 100-Meter-Lauf einen sehr schlechten Start und blieb in 11,26 Sekunden bei 1,1 m/Sek. Gegenwind im Vorlauf hängen. Mit der Zeit von 11,02 Sekunden kam man an diesem kalten Nachmittag noch ins Finale. B.F.