ART Düsseldorf Leichtathletik

05.-07.08.2011, Jena:  "ART einer der erfolgreichsten Vereine bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

Einen glänzenden Auftritt zeigte das ART-Team bei den Deutschen Jugendmeisterschaften

vom 5.-7. August in Jena. Die Athleten aus dem Rather Waldstadion traten mit insgesamt 5 Medaillen die Heimreise an und lagen damit sogar deutlich über den im Vorfeld hoch gesteckten Erwartungen. Über 400m der weiblichen Jugend B sicherte sich die 17-jährige U-20 EM-Teilnehmerin Maike Schachtschneider in einer der spannendsten Entscheidungen der drei Wettkampftage den Deutschen Meistertitel und wurde damit ihrer Favoritenrolle gerecht.
Auf Bahn 7 mit der fünfschnellsten Vorlaufzeit ging der Schützling von Trainer Sven Timmermann das Finalrennen vergleichsweise Verhalten an (200m: 26,2s), lag hiermit aber dennoch bis 300m in Führung. Auf der Zielgeraden musste sich Maike dann der heftigen Angriffe der unglaublich stark laufenden Jennifer Tuffour (SC Potsdam) und Isabell Grünl (LC Erdgas Chemnitz) erwehren, die zeitweise sogar vorbeiziehen konnten. Maike konterte jedoch mit einer starken Willensleistung und lag am Ende die Winzigkeit von 1/100 vor Tuffour und 7/100 vor Grünl. Alle drei Läuferinnen unterboten ihre bisherigen persönlichen Bestzeiten deutlich, mit ihrer Siegerzeit von 54,80s blieb Maike zudem erstmals unter der 55 Sekunden - Marke und verbesserte die von ihr selbst gehaltene Deutsche Jahresbestleistung um stolze 57/100.

Foto oben: Die Siegerin Maike Schachtschneider mit Urkunde und Medaille (Fotos: JG)  Foto unten: Zieleinlauf 400-m weibl. Jugend B

                      

A-Schülerin Jessie Maduka - führend in der Deutschen W 15 Bestenliste in den Disziplinen Weit, Drei und 100m - durfte in Jena gegen die bis zu zwei Jahre ältere Konkurrenz bei der weiblichen Jugend B hochstarten. Der Schützling der Trainer Frank Dukat (Sprint) und Ralf Jaros (Sprung) errang hierbei mit einer ebenso beeindruckenden wie aufopfernden Leistung vorher nicht für möglich gehaltene 3 Bronzemedaillen. Nicht ganz unerwartet kam die erste Bronzemedaille am Freitag mit 12,16 m im Dreisprung. Mit der siebtbesten Meldezeit (12,00 Sek.) ging es dann am Samstag in den 100m Lauf. Ihren Vorlauf gewann Jessie in 12,16 Sek. (1,5 m/Sek. Gegenwind), insgesamt die drittschnellste Vorlaufzeit. In ihrem Halbfinale hatte Jessie dann mit 12,20 Sek. (0,8 m/Sek. Gegenwind) nur gegen Ausnahmeathletin Annika Drazek (12,06 Sek.) vom TV Gladbeck (7. der U-18 WM, PB 11,76 Sek.) das Nachsehen, erzielte aber erneut überraschend die drittschnellste Zeit aller Läuferinnen. Im Finale kam Jessie dann selbst für ihre Verhältnisse vergleichsweise zögerlich aus dem Block und lag bis zur 50-m-Marke mit

deutlichem Rückstand im Bereich der Plätze 5-7. Auf den zweiten 50 Metern zeigte Jessie dann - wie schon tags zuvor im Staffelvorlauf - eine wirklich bärenstarke Leistung, die ihr am Ende mit 12,34 Sek. (2,6 m/Sek. Gegenwind) überraschend den 3. Platz sicherte und fast noch für Platz 2 (Drazek in 12,31 Sek.) gereicht hätteFoto links: Zieleinlauf mit Jessie Maduka auf Bahn 5 als Dritte (Foto: JG)Nur 30 Minuten nach dem 100m-Endlauf begann das Weitsprungfinale, auf das Jessie selbst in Anbetracht ihres bereits abgeleisteten, erschöpfenden

Mammutprogrammes nicht verzichten wollte. Mit einer bewundernswerten Energieleistung bündelte Jessie für den ersten Versuch noch einmal alle verbliebenden Kräfte. Wie so oft in letzter Zeit erfolgte der Absprung 10-15 cm vor dem Balken und die Landung mit in den Sand zurückgreifenden Händen, was auch einige cm kostete. Ungeachtet all dessen: 5,95m und Bronze in einem hochklassigen Wettbewerb (Platz 1: Mihambo, LG Kurpfalz mit 6,40m / Platz 2: Luzolo, LG Eintracht Frankfurt, 6,17m).

 

Foto rechts: Jessie Maduka bei der Weitsprungsiegerehrung. 

 

 

Ebenfalls Bronze gewann Laura Vierbaum über 800m bei der weiblichen Jugend A in neuer persönlicher Bestzeit von 2:09,99 min. Spannend ging es für Laura bereits im schnellen Vorlauf zu, die ersten Fünf kamen allesamt innerhalb von 15/100 Sek. ins Ziel. Ins Finale ging der Schützling von Trainer Sven Timmermann mit der neuntbesten Vorlaufzeit. Ausgezeichnet taktisch eingestellt lieferte Laura ein tolles Rennen ab. Von Beginn an diktierte sie an der Spitze das Tempo und machte ordentlich Druck. 200m vor dem Ziel musste Laura dann die spätere Siegerin Sonja Mosler (2:06,37) und die U-20 EM - Achte Hanna Klein (2:08,22) passieren lassen, wehrte jedoch alle übrigen Angriffe bis ins Ziel erfolgreich ab.
Foto oben: Laura Vierbaum mit ihrem Trainer Sven Timmermann (Foto: JG)


 

Ihrer Mitfavoriten-Rolle leider nicht gerecht werden konnte am Freitag die 4x100m Staffel der weiblichen Jugend B. Nach Sicherheitswechseln im Vorlauf ging es mit der drittbesten Zeit ins Finale. Anahid Ndoup (Start) und Elisabeth Schmidt (an 2) brachten dabei vollkommen unerwartet nach tollen Läufen und einem hervorragenden Wechsel den Stab bereits in Medaillenposition liegend zum zweiten Wechsel, was mit Maike Schachtschneider (auf 3) und Jessie Maduka (auf 4) nicht besser hätte laufen können und - ungeachtet des kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfalls von Annika Schachtschneider - den Titel in Sichtweite brachte. Leider ging der für den Endlauf auf Risiko umgestellte zweite Wechsel beim ersten Übergabeversuch hauchdünn um einige cm daneben, weshalb der Stab dann in einer Notaktion fast im Stehen von Maike Schachtschneider angenommen werden musste. Wechsel 3 verlief ähnlich schlecht (diesmal Auflaufen), deshalb reichte es insgesamt daher leider nur Platz 6 in 48,46 Sek.

Den Endkampf und Platz 8 sicherte sich Niclas Becker im Speerwurf der männlichen Jugend A (Platz 1, Seifert, Jena, 78,55m). Niclas überbot dabei erstmals die 60m, sein weitester Versuch wurde mit 61,26m gemessen, worüber sich sein langjähriger Trainer Manfred Poppe sehr zufrieden zeigte.

 

Foto links: Niclas Becker mit seinem Trainer Manfred Poppe


 

Überraschend erreichte bei der männlichen Jugend A Hendrik Vogler das Finale der besten Zehn, obwohl er in der Meldeliste noch Position 35 eingenommen hatte. Hendrik lieferte taktisch und läuferisch einen ganz hervorragenden Vorlauf ab. Als Zweitplatzierter unterbot er mit 1:54,41 Min. seine vorherige Bestzeit um nahezu 2 Sekunden, insgesamt die siebtschnellste Vorlaufzeit. Im rein taktisch geprägten Endlauf reichte es dann für Hendrik bei seinem ersten DM-Finale für Platz 9 (1:56,65 Min).


Zweimal Platz 9 erringen konnte Maike Schmidt im Kugelstoßen (12,71 m) und Diskuswerfen (42,86 m) der weibliche Jugend A. Während Maike mit dem Ergebnis im Kugelstoßen noch sehr zufrieden sein konnte, erwischte sie leider beim Diskuswerfen keinen ihrer drei Versuche im Vorkampf so richtig. Ähnlich erging es der westdeutschen Juniorenmeisterin im Speerwurf, Julia Syring, die mit 43,14 m auf Platz 10 im Speerwurf der weiblichen Jugend A landete und Adrian Wehr im Hochsprung der männlichen Jugend A, der mit dem nassen Untergrund nicht zurecht kam (1,90m, Platz 10).


Vollauf zufrieden mit ihrer Leistung von 11,48m und Platz 11 im Dreisprung der weiblichen Jugend B konnte Anahid Ndouop sein, wäre da nicht ein ganz knapp ungültiger Versuch des Jaros-Schützlings von knapp 11,80m gewesen.
Nur zu drei ungültigen Versuchen reichte es leider im Diskuswurf der männlichen Jugend A für Kai Schmidt, der sich bei der Hinfahrt einen Finger an der linken Hand (nicht die Wurfhand) gebrochen an der Autotürgebrochen hatte und deshalb stark gehandicapt an den Start gehen musste.


Nicht teilnehmen konnten an der DJM folgende ART-Athleten, die ebenfalls qualifiziert waren: Leo Nuy (MJA / 100m und 200m - Praktikum China), Johanna Weber (weibl. Jugend B/ Diskus / Austauschjahr USA) und Annika Schachtschneider (weibl. Jugend B / 400m Hürden und Staffel / Oberschenkelverletzung). Aufgrund ihrer diesjährigen Bestleistungen wären alle drei mit Medaillenchancen in Jena angetreten.
 
ART-Leichtathletik
Lenkungsausschuss Leistungssport"

 

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