ART Düsseldorf Leichtathletik

Barcelona. Die 16-jährige ART-Sprinterin Jessie Maduka kommt mit Silber und der Vize-Weltmeisterschaft in der Viermal-100-Meter-Staffel von der U20-WM aus Barcelona nach Hause!


Das deutsche Sprintquartett mit Alexandra Burghardt, Ida Mayer, Katharina Grompe und Schlussläuferin Jessie Maduka lief in 44,24 Sekunden hinter den US-Mädchen (43,89 Sekunden) als Zweite über den Zielstrich. Dritter wurde Brasilien (44,29 Sekunden).
Jessie Maduka übernahm auf der Zielgeraden den Staffelstab sogar als Erste, musste aber die sehr starke amerikanische Schlussläuferin Shayla Sanders noch vorbei lassen. Den Angriff der Brasilianerinnen konnte sie abwehren.

Der DLV berichtete ausführlich über die Silberstaffel:

www.leichtathletik.de
14.07.2012 | Young Athletics | Silke Bernhart

U20-WM - Silber für die fantastischen Vier

Alexandra Burghardt (LAZ Inn), Ida Mayer (TSV Bisingen), Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund) und Jessie Maduka (ART Düsseldorf) haben mit der 4x100 Staffel in Saison-Bestzeit von 44,24 Sekunden Silber geholt. Bei der U20-WM in Barcelona ließen sie nur die neue Weltmeister-Staffel der USA (43,89 sec) an sich vorbei. Schlussläuferin Jessie Maduka rettete auf der Zielgerade den Vorsprung vor den Brasilianerinnen (44,29 sec) ins Ziel.

Freudensprünge, Jubelstürme, Glückstränen, strahlende Gesichter: Die vier schnellen Damen konnten ihr Glück kaum fassen, als ihre Zeit als zweite auf der Anzeigetafel im Olympiastadion erschien.
Das DLV-Quartett feierte damit in neuer Besetzung nach Gold und U20-Europarekord bei der U20-EM 2011 in Tallinn (Estland) den nächsten großen Erfolg.
Startläuferin Alexandra Burghardt hatte den Frust über das Ausscheiden im 100 Meter Hürden-Halbfinale glänzend weggesteckt. Nach starken 100 Metern übergab sie den Staffelstab sicher an die Jahresschnellste Ida Mayer. Katharina Grompe, nach dem Vorlauf-Aus über 100 Meter ebenfalls mit Wut im Bauch, übernahm als Dritte. Jessie Maduka sicherte an Position vier die Silbermedaille.

"Was will man mehr?"

„Mädels, macht mir eine Freude, holt mir eine Medaille, dann kann ich wieder strahlen“, hatte Alexandra Burghardt zu ihren Mitstreiterinnen gesagt, nachdem sie über die Hürden das Finale verpasst hatte. „Und jetzt kann ich wieder strahlen!“, sagte sie, bevor wieder die Freudentränen kullerten.
Die Zeit sei okay, erklärte Katharina Grompe, die im Vorjahr mit Alexandra Burghardt in der Europarekord- Staffel stand. „Eigentlich hatten wir uns eine 43er-Zeit vorgenommen. Aber es hat zu Silber gereicht - was will man mehr?“

Silber wie Gold

Ida Mayer, die schon im Einzel mit dem Finaleinzug geglänzt hatte, konnte den Erfolg kaum fassen. „Ich glaube, da muss ich erst ein paar Nächte drüber schlafen um zu kapieren: Das ist eine Weltmeisterschaft und du bist da krass gelaufen.“
Auch Jessie Maduka, die für die verletzte Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) im Aufgebot stand, strahlte über beide Ohren. „Ich bin froh, dass ich zum Einsatz kam und zeigen konnte, was ich draufhabe“, sagte sie. Eine Medaille wollte die Staffel. Bronze wäre auch in Ordnung gewesen. „Aber Silber hinter den Amis - das ist eigentlich wie Gold!“ sagte Jessie Maduka.



Und so sieht die Silbermedaille aus:

Auch die , und newsline berichteten:

Maduka feiert
Silber bei
der U20-WM
Leichtathletik: ART- Läuferin stark in Staffel
Das Finale mit der 16-jährigen ART- Sprinterin Jessie Maduka als Schlussläuferin der deutschen Vier- mal-100-Meter-Staffel bei der U 20- WM in Barcelona war nichts für schwache Nerven. Am Ende rettete Jessie Maduka Silber gegen die he- ranbrausenden Brasilianerinnen. Weltmeister wurde die USA in 43,89 Sekunden vor dem deutschen Quar- tett mit 44,24 Sekunden und Brasi- lien (44,29).
In den Kampf um Silber als bestes europäisches Team wollten auch die Engländerinnen eingreifen und la- gen am letzten Wechsel vorn, den sie aber total verpatzten. Und so schoss Jessie Maduka als Erste auf die Ziel- gerade, verfolgt von den US-Ameri- kanerinnen und den Brasilianerin- nen. Die 10 000 Zuschauer im Olym- piastadion von Barcelona riss es lautstark von den Sitzen.

Vorzug gegenüber Freese

Ursprünglich hatte der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) gar nicht die Absicht, Jessie überhaupt in Barcelona laufen zu lassen. Denn man wollte dem Quartett vertrauen (u.a. Alexandra Burghardt, Ida Mey- er, Katharina Grompe), das im Vor- jahr in Tallinn Europa-Rekord gelau- fen war. Am Ende wurde dann doch die 18-jährige Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) herausge- nommen, nachdem ihr 200-Meter- Lauf nicht so überzeugend gewesen war. Jessie Maduka steht mit 11,76 Sekunden ohnehin auf dem dritten Platz (dreiZehntel vor Freese) in der deutschen U-20-Bestenliste. Und so hatten sich die Experten über den Plan des DLV schon sehr gewundert, Jessie „auf der Bank als Ersatzläufe- rin schmoren zu lassen“.
Jessie strahlte nach dem überaus aufregenden Staffelrennen: „Ich bin froh, dass ich zum Einsatz kam und zeigen konnte, was ich kann. Bronze wäre auch in Ordnung gewesen. Aber Silber hinter den Amis -- das ist eigentlich wie Gold!“ Maduka hat die Chance im kommenden Jahr bei der U 18 WM erneut internationale Erfahrungen zu sammeln. B.F.



Maduka wird zum Silberpfeil
VON CHRISTOPH ZABKAR
Bei der U20-Weltmeisterschaft in Barcelona brachten Deutschlands Nachwuchsathleten nicht nur das Olympiastadion zum Beben, son- dern versetzten, aufgrund ihrer au- ßerordentlichen Leistungen, eben- so sämtliche Fernsehzuschauer in Ekstase. Auch die beiden „Youngs- tars“ aus der Düsseldorfer Sport- szene, Jessie Maduka und Maike Schachtschneider (beide ART), konnten mit eindrucksvollen Dar- bietungen überzeugen.
Dabei plante die als Ersatzläufe- rin eingeteilte Maduka lediglich et- was an Erfahrung zu sammeln, ge- riet aber urplötzlich ins Rampen- licht und schrieb dann ihr ganz ei- genes Märchen. Weil Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) den Bundestrainer über 200 Meter nicht überzeugte, bekam Maduka am morgen des Wettkampftages einen Startplatz in der 4x100-Meter-Staf- fel zugesichert. Im Vorlauf sprintete
die 16-Jährige gemeinsam mit Ale- xandra Burghardt (LAZ Inn), Ida Mayer (TSV Bisingen) und Kathari- na Grompe (LG Olympia Dort- mund) direkt auf Rang zwei vor. Die Saisonbestleistung von 44,27 Se- kunden wurde lediglich von den US-Amerikanerinnen unterboten (43,95 Sekunden).
Einen Krimi gab es dann am Samstagabend im Finale zu sehen, in dem der Bundestrainer Maduka erneut das Vertrauen schenkte und sie als Schlussläuferin einsetzte. Das Rennen entwickelte sich zu ei- nem Dreikampf der Extraklasse. Auf den letzten 100 Metern über- nahm Maduka das Zepter, musste die starken US-Girls vorbeiziehen lassen, wusste sich aber gegen die schnellen Brasilianerinnen zu be- haupten: 44,24 Sekunden, die Sil- bermedaille und der Titel als zweit- schnellstes U20-Quartett weltweit lautete das umjubelte Ergebnis.
Den Sprung auf das Treppchen verpasste Schachtschneider äu-
ßerst knapp, doch auch sie hat mas- senhaft Eindruck hinterlassen. Ih- ren Galaauftritt feierte die gebürti- ge Solingerin im Vorlauf über 400 Meter. Dabei startete sie auf der un- gewohnten Außenbahn ohne direk- te Konkurrenz, da Melissa Torres aus Kolumbien nicht antrat. Den Nachteil münzte Schachtschneider zu ihrem persönlichen Vorteil um, konzentrierte sich nur auf ihr Ren- nen und erkämpfte sich eine gran- diose Bestzeit von 53,57 Sekunden (vorher: 54,37 Sekunden). Der drit- te Rang bedeutete das Halbfinale. Dort war mit 54,49 Sekunden und Platz fünf allerdings Endstation.
Finalluft durfte die 18-Jährige trotzdem schnuppern, nachdem sie sich mit dem 4x400-Meter- Quartett (3:37,90 Minuten) souve- rän qualifizierte. Dort schaffte sie mit Lea-Madlen Meyer (LG Nord- heide), Anna-Sophie Bellerich (SC Rönnau 74) sowie Sonja Mosler (TV Herkenrath) die Saison-Bestzeit von 3:37,23 Minuten und Rang fünf.

 

Leichtathletik: Zwei Talente feiern WM-Erfolge
Maduka und Schatzschneider überzeugen.
Düsseldorf. Das Finale mit der 16-jährigen ART-Sprinterin Jessie Maduka als Schlussläuferin der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel bei der U-20-Weltmeisterschaft in Barcelona war nichts für Leute mit schwachen Nerven. Am Ende rettete Maduka Silber vor den Brasilianerinnen. Weltmeister wurden vor 10 000 Zuschauern die US-Mädchen in 43,89 Sekunden vor dem deutschen Quartett mit 44,24 Sekunden und Brasilien (44,29).

Ursprünglich hatte der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) nicht die Absicht, Jessie Maduka in Barcelona laufen zu lassen. Denn man wollte dem Quartett mit Alexandra Burghardt, Ida Meyer, Katharina Grompe und Anna-Lena Freese, das im Vorjahr Europarekord gelaufen war, eine Chance geben. Freese konnte jedoch über 200 Meter nicht überzeugen und wurde durch Maduka ersetzt, die in der deutschen U-20-Bestenliste über 100 Meter mit 11,76 Sekunden auf Platz drei geführt wird.

Jessie Maduka strahlte nach dem aufregenden Staffelrennen: „Ich bin froh, dass ich zum Einsatz gekommen bin und zeigen konnte, was ich draufhabe“, sagte sie. „Bronze wäre auch in Ordnung gewesen. Aber Silber hinter den Amerikanerinnen ist toll.“ Maduka hat die Chance, im kommenden Jahr bei der U 18 WM erneut internationale Erfahrungen zu sammeln.